Achtsamkeitsübungen im Sommer

Es folgen zwei Achtsamkeitsübungen für den Sommer

In die Stille lauschen

Wir sind während des Tages meist einer permanenten Geräuschkulisse ausgesetzt, an die wir uns längst gewöhnt haben. Das, was wir unter Stille verstehen, ist oft gar nicht so geräuschlos. Unser innerer Filter funktioniert als Schutzmechanismus bereits so gut, dass wir viele Töne schlichtweg überhören. Ansonsten würde uns die Reizüberflutung zu sehr belasten.

Bei dieser Achtsamkeitsübung geht es um das bewusste Hinhören durch „Deaktivierung des Filters“.

Anleitung:

  1. Schließe Deine Augen.
  2. Atme bewusst ein und aus.
  3. Zähle nun die unterschiedlichen Geräusche und Töne, die an Dein Ohr dringen. Du wirst staunen, wie viele Du wahrnimmst, die in der Regel „überhört“ werden (etwa Dein eigener Atem). Auf wie viele akustische Eindrücke kommst Du?

 

Dialog mit dem Körper

Meist nehmen wir unseren Körper nur dann richtig wahr, wenn er schmerzt.  Achtsamkeitsübungen helfen dabei, neben dem Schmerz und dem Unwohlsein auch anderes wahrzunehmen, beispielsweise die Stellung und die Bewegung der einzelnen Körperteile, die Spannung der Muskulatur, das Gleichgewicht, die Haltung, …

Du benötigst lediglich Zeit und Ruhe, um in Dich hineinzuspüren und auf Deinen Körper zu „hören“.

Anleitung:

  1. Stelle Dich aufrecht hin. Du kannst Dich auch vor einem Spiegel positionieren, um Deine Bewegungen besser zu erfassen.
  2. Widme Dich nacheinander einer ganz bestimmten Körperregion und suche den Gegensatz, indem Du zum Beispiel zuerst dem Kopf und dann den Füßen Beachtung schenkst. Auf schwierige Übungen sollten leichte folgen, auf die innere Wahrnehmung die äußere.
  3. Bewege Dich dann in verschiedene Richtungen und achte auf Veränderungen, auf Muskelbeanspruchungen. Welche Muskeln spürst Du, welche werden bei welcher Bewegung angespannt?
  4. Variiere die Bewegungsabläufe und das Tempo.
  5. Richte Deine Aufmerksamkeit abwechselnd auf die linke und die rechte Körperhälfte.

Namasté und gutes Ankommen bei Dir selbst.